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Glossar - Marktforschung, Meinungsforschung und Sozialforschung von A-Z
Datenanalyse
Teilprozess und -aufgabe der Marktforschung, bei dem die meist im Wege der Primärforschung erhobenen Daten formal und statistisch aufbereitet werden. Die formale Aufbereitung umfasst zunächst die Rücklaufkontrolle, bei der die Urdatenträger (Fragebogen, Beobachtungsprotokolle etc.) auf Vollständigkeit und Plausibilität, ggf. auch auf Fälschungen (Interviewereinfluss) hin überprüft werden. Nach Feststellung der Ausschöpfungs- bzw. Ausfallquote bei Stichprobenerhebungen muss ggf. über eine Nachbefragung entschieden werden. Die statistische Aufbereitung der Daten als zweiter Bereich der Datenanalyse lässt sich unter methodischen Gesichtspunkten in uni-, bi- und multivariate Analysen differenzieren. Die univariate Datenanalyse begnügt sich mit der Analyse einer Variablen und deren Ausprägungen. Über alle Untersuchungsfälle hinweg ergibt sich dabei eine Häufigkeitsverteilung, die durch Berechnung von Mittelwerten und Streuungsmaßen komprimiert charakterisiert werden kann. Ziel der Datenanalyse ist hier also insb. eine Datenverdichtung. Bei der bivariaten Datenanalyse wird durch Verknüpfung von zwei Merkmalen bereits der Versuch unternommen, Ähnlichkeiten zwischen Merkmalen und/oder Objekten sowie Zusammenhänge in Form von Korrelationen oder Abhängigkeiten zu entdecken (explorative Forschung) bzw. zu überprüfen. Als wichtigste Analysemethoden bieten sich hier die Kreuztabellierung, die Korrelationsanalyse sowie die (einfache) Regressionsanalyse an. Da die Herauslösung lediglich einer oder einiger weniger Variablen in uni- bzw. bivariaten Analysen aufgrund der Nichtberücksichtigung essentieller Zusammenhänge leicht zu Fehlschlüssen führen kann, besitzt die Multivariatenanalyse in der Marktforschung einen besonders hohen Stellenwert. Alle Analyseverfahren setzen ein bestimmtes Skalenniveau der Variablen voraus, das deshalb vorab genau überprüft und am besten auch im Codeplan vermerkt werden sollte. V.a. die multivariaten Analyseverfahren erfordern darüber hinaus die Einhaltung bestimmter Verteilungsannahmen, meist die sog. Multinormalverteilung, sodass vor Anwendung der Verfahren zunächst Anpassungstests durchzufahren sind.









